Um 13 Uhr trafen wir uns alle am Hauptbahnhof in Bietigheim. Nach einer entspannten 5-stündigen Fahrt mit zweimaligem Umsteigen kamen wir schließlich in Trier an. Auf den ersten Blick waren keine römischen Einflüsse zu sehen. Erst auf halbem Weg erblickten wir die Porta Nigra. Am Ende unseres Weges, der eigentlich hübsch und ruhig an der Mosel entlang verlaufen sollte, stießen wir zufällig auf ein Fest, das an den Bietigheimer Pferdemarkt erinnerte.
Als wir müde und verschwitzt in der Jugendherberge ankamen, begann das Abenteuer erst richtig. Denn es erwartete uns als Abendessen die Reste des noch einigermaßen warmen Essens der anderen Gäste, bevor schließlich für uns gefrorene Chicken Nuggets mit labberigen Pommes serviert wurden. Wasser gab es reichlich, allerdings nur in kleinen Gläsern, die wir am Spender auffüllen konnten. Nach dem Essen durften wir unsere Zimmer beziehen, doch keine einzige Zimmerkarte funktionierte, sodass wir sie an der Rezeption neu einscannen lassen mussten.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Dort besichtigten wir die Porta Nigra, den Dom, das Kurfürstliche Palais und vieles mehr. Auf dem Rückweg schlenderten wir erneut an der Mosel entlang über das Fest, in der Hoffnung auf ein Eis, doch leider hatten alle Stände bereits geschlossen.
Als wir schließlich in der Jugendherberge ankamen, war es bereits nach 22 Uhr, also Bettruhe, weshalb wir uns leise in unsere Zimmer zurückzogen. Nach diesem aufregenden Tag waren wir sehr gespannt, was die nächsten Tage bringen würden!
Am Montag starteten wir um 7:30 Uhr mit dem Frühstück, obwohl einige schon früher wach waren. Die lange Zugfahrt vom Vortag war noch spürbar. Nach dem Frühstück machten wir uns gegen 08:10 Uhr auf den Weg von der Jugendherberge zur Porta Nigra, unserer ersten Station des Tages. Um 08:53 Uhr erreichten wir die Porta Nigra, wo wir erfuhren, dass eine Stadtrallye auf dem Programm stand. In kleinen Gruppen erkundeten wir bei leichtem Nieselregen die Stadt Trier und besuchten Sehenswürdigkeiten wie das Karl-Marx-Haus, den Trierer Dom und den Petrusbrunnen.
Nach der Stadtrallye erhielten wir eine interessante Führung durch die Porta Nigra mit einem Zenturio, bei der wir viel über die Geschichte erfuhren, zum Beispiel dass sie früher Porta Martis hieß. Gegen 11:30 Uhr stiegen wir in einen Hop-on-Hop-off-Bus, der uns eine informative Stadtrundfahrt bot. Danach kehrten wir zu Fuß zur Jugendherberge zurück, wo schon das Mittagessen auf uns wartete: Chicken Nuggets, Schnitzel, Salat und Hühnerfrikassee.
Nach dem Mittagessen hatten wir bis 14:30 Uhr Freizeit. Um 14:45 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Hohen Domkirche Trier, die wir besichtigten. Die Kirche beeindruckte uns mit ihrer Pracht und Größe. Gegen 16 Uhr besuchten wir die Evangelische Kirche in der früheren Konstantinbasilika. Anschließend, um etwa 16:45 Uhr, erkundeten wir die Ruine der Kaiserthermen. In den Gängen spielten einige Fangen, was viel Spaß machte, und wir nahmen an einer Thermenrallye teil.
Gegen 17:30 Uhr konnten wir entscheiden, ob wir zur Jugendherberge zurückkehren und dort essen oder in der Stadt bleiben wollten. Viele blieben in der Stadt, während einige innerhalb von 18 Minuten zur Jugendherberge joggten und andere später nachkamen. Das Abendessen war köstlich: Cevapcici mit Kartoffelbrei und Salat. Danach spielten einige von uns, bis die anderen aus der Stadt zurückkehrten.
Am Abend gingen wir ins Kino und aßen Pizza. Um 20 Uhr begannen wir den Film „Das Leben des Brian“ zu schauen. Nach dem Film sammelten die Lehrer die Handys ein, und wir waren gegen 22 Uhr in unseren Zimmern. Nun hieß es schlafen und Kraft für den nächsten Tag tanken.
Am Dienstag unserer Trier-Fahrt erlebten wir einen spannenden und ereignisreichen Tag. Nach dem Frühstück um 8 Uhr in der Jugendherberge machten wir uns gegen 9 Uhr zu Fuß auf den Weg zum Amphitheater, was etwa eine Stunde dauerte. Das Wetter war angenehm. Im Amphitheater angekommen, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere Führerin war sehr freundlich und zeigte sofort ihre Begeisterung und Fachkenntnis. Sie stellte uns Fragen zu Latein und zur Stadt Trier, wobei selbst unsere Lehrer noch Neues lernten. Besonders faszinierend war der Bereich unter der Arena: ein gut erhaltener Keller, in dem früher Aufzüge genutzt wurden, um Tiere oder Gladiatoren in die Arena zu bringen. Deshalb konnte die Arena nicht mit Wasser geflutet werden – ein Fakt, den viele von uns nicht kannten. Auch der sich leicht bewegende Arena-Boden sorgte für Heiterkeit. Die Führerin erzählte zudem von speziellen Sommerführungen mit einem Schauspieler, der als Gladiator Valerius aus seinem Leben berichtet.
Nach der Führung, die mit einem kurzen Lied von Frau Riehtmüller, Herrn Hemle und der Führerin endete, kehrten die Gruppen gemeinsam zur Jugendherberge zurück, wo es Mittagessen gab. Die Lehrer waren sehr freundlich und gaben uns nach dem Essen Freizeit, bevor wir zum Rheinischen Landesmuseum aufbrachen. Der Besuch wurde uns von einem der Führer empfohlen. Das Museum war faszinierend, besonders die beeindruckenden Mosaike. Es gab viele Informationen zur Stadtgeschichte Triers, mit Figuren, Ausstellungsstücken und Details zur Entwicklung der Stadt über die Jahrhunderte. Wir verbrachten etwa eine Stunde im Museum. Danach gewährten uns die Lehrer großzügig Freizeit. Einige kehrten zur Jugendherberge zurück, andere blieben in der Stadt, um dort etwas zu essen oder sich umzusehen.
Um 19:45 Uhr trafen wir uns alle in einem Gemeinschaftsraum. Dort spielten wir Kahoot und gaben Feedback zum Tag. Anschließend mussten wir leider unsere Handys abgeben und den Tag abschließen. Wir begannen auch schon damit, unsere Sachen zu packen, da am nächsten Tag die Abreise anstand. Insgesamt war der Dienstag einer der interessantesten Tage der Fahrt, mit vielen spannenden Eindrücken und neuem Wissen über Trier und die römische Geschichte.
Am Mittwochmorgen räumten und fegten wir unsere Zimmer. Als alles sauber war, trafen wir uns mit unseren Koffern unten. Nachdem die Schlüsselkarten eingesammelt wurden und ein Koffer kaputtging, machten wir uns im Regen auf den Weg zum Bahnhof, vorbei an der Porta Nigra, und nahmen mehrere Züge nach Hause.
Pia, Neela, Johannes, Lara, Victoria, Ben