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Berufsberatung durch Ehemalige
Naturwissenschaften
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Abijahrgang: 1995
Besuchte AGs: Informatik-AG
Haben Sie gleich nach dem Abi studiert? ja
Was/wo haben Sie studiert? Physik (auf Diplom, wäre nun natürlich Bachelor und Master) in Dortmund
Wie kamen Sie auf die Idee (für Ihr Studienfach/-ort)? Das Fach: Schwer zu sagen. Herauszufinden, was die Welt im Innersten zusammenhält, hat mich schon länger fasziniert. Natürlich gibt es in der Schule (und darüber hinaus) viele sehr interessante Fächer, aber genau die Physik ist die Wissenschaft der fundamentalsten Bausteine der Materie und ihrer Wechselwirkungen. Der Ort… das ist schon etwas schwieriger. Ich halte es immer noch für fast unmöglich, als Schüler, mit wenig Kenntnis vom Studium und noch weniger Kenntnis von der Fachrichtung, die man am Ende des Studiums einschlagen will, eine wirklich objektive Wahl des Studienorts zu treffen. Daher habe ich versucht, mich an nichts anderem als der (wie ich im Nachhinein weiß auch nur extrem schlecht messbaren) angeblichen Qualität der Ausbildung zu orientieren, und da stand Dortmund damals in diversen Rankings ganz oben. Wie gesagt, inzwischen weiß ich um die fast vollkommen fehlende Aussagekraft solcher Rankings… trotzdem keine allzu schlechte Wahl. Immer noch ist eine nicht allzu lange durchschnittliche Studiendauer ein gutes Kriterium, desweiteren würde ich empfehlen, die Uni zu besichtigen und mit den Studierenden (Fachschaft!) zu sprechen.
Schwerpunkte beim Studium: theoretische und experimentelle Teilchenphysik
Praktika: Ist in Physik nicht so üblich, alle "Praktika" finden im Normalfall im Labor an der Uni an vorbereiteten Versuchen statt. Trotzdem habe ich zwei Mal bei EADS in Lampoldshausen (Entwicklung von Orbitalantrieben für Satelliten) je 4 Wochen gejobbt.
Auslandsaufenthalte: 3 Monate am CERN in Genf während des Studiums, 2,5 Jahre in den USA am SLAC Kalifornien, danach.
Haben Sie gleich nach dem Studium einen Arbeitsplatz gefunden? ja, eine Promotionsstelle…
Was war bei der Bewerbung wichtig? Eine wirkliche Bewerbung gab es da nicht wirklich, wir kannten uns…
Beschreiben Sie Ihren Beruf: Ich arbeite am DESY in Hamburg im Bereich der experimentellen Teilchenphysik. Das heißt, wir entwickeln Experimente zur Untersuchung der fundamentalen Bausteine der Materie, ihrer Wechselwirkungen und zum Studium der Struktur von Raum und Zeit. Nun ja… konkret arbeite ich am ATLAS-Experiment am CERN (wir nehmen gerade bekanntlich die ersten Daten) und an Vorbereitungen für diverse andere Experimente. Dabei betreue ich auch DiplomandInnen und DoktorandInnen.
Tipps für Ellental-Schüler: Oh je… alles nicht so ernst nehmen, wie es einem auf der Abifeier in der Rede der RektorIn erzählt wird. Immer neugierig sein und ansonsten machen, was einem Spaß macht. Falls man studieren möchte: Das Studium bestimmt nie nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten oder den Erwartungen von anderen Leuten aussuchen, denn was auch immer an unvorhergesehenem nach dem Studium auf einen zukommt (was man sowieso nicht vorhersehen kann): das Studium selbst kann viel zu viel Spaß machen und viel zu interessant sein, als dass man es an die falschen Themen verschwenden sollte. Und falls man nicht studieren will: Nun ja, ich frage mich auch hin und wieder, ob Koch oder Bootsbauer nicht eine interessante Option gewesen wäre ;-) Es lohnt sich bei Interesse an Teilchenphysik sicherlich, die folgenden Webseiten zu besuchen: www.cern.ch www.weltmaschine.de www.desy.de
Logo des Fördervereins der Gymnasien im Ellental e.V.
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