Die feierliche Preisverleihung hat am 20.09.2019 im Neuen Stuttgarter Schloss stattgefunden, bei dem den Schülerinnen und Schülern der mit 250 € dotierte Preis überreicht worden ist.
Ihre Arbeit befasst sich mit dem geplanten Bau eines Restmüllheizkraftwerks (RMHKW) in Tamm/ Wilhelmshof, dessen Planung aufgrund von starken Protesten und Initiativen von Seiten der Bürger 1996 abgebrochen worden ist. Die Hauptproblematik des Baus sind vor allem der Schadstoffausstoß beim Verbrennen des Mülls, sowie die potenziellen gesundheitlichen Schäden. Darüber hinaus haben die Preisträger die politische Partizipation, das Engagement und die Organisation des Bürgerprotestes untersucht und Zeitzeugen befragt.
Die Teilnehmer haben für ihre Recherchen das Stadtarchiv Bietigheim-Bissingen besucht und Einblick in die damaligen Baupläne sowie in Zeitungsberichte erhalten. Desweiteren haben sie Kontakt zu ehemaligen Akteuren aufgenommen, die Befürworter oder Gegner des Baus gewesen sind.
Die beteiligten Schüler wollen nun Konzepte zur Müllvermeidung an ihrer Schule entwickeln und haben das Schuljahr 2019 bereits mit einem Müllaktionstag für die 5. Klassen beendet.

Der von der Körber-Stiftung unterstützte Geschichtswettbewerb fand im vergangenen Schuljahr zum 26. Mal statt. Bundesweit beschäftigten sich laut einer Mitteilung der Stiftung rund 5600 Schüler mit dem aktuellen Wettbewerbsthema „So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch“. Insgesamt 1992 Beiträge wurden eingereicht, so viele wie nie zuvor.

Aus den auf Landesebene ausgezeichneten Beiträgen des Geschichtswettbewerbs werden nun fünf Erstpreisträger ermittelt. Diese sollen am 19. November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue in Berlin geehrt werden.

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