Die Hygienevorschrift, die Städtetag und Ministerium verabredetet haben, wurde auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt und vollständig umgesetzt. Die Räume sind mittlerweile so bestuhlt, dass stets 1,5 Meter Abstand gehalten werden kann, sogar beim Verlassen des Raumes zur Toilette. Auch auf den Gängen sind entsprechende Markierungen angebracht, so dass Abstände gewahrt werden können. Selbst für den Gang zur Toilette wurden Regelungen gefunden, damit es nicht zu Warteschlangen kommt. So darf sich stets nur eine Person in einem Toilettenraum aufhalten, was durch entsprechende Signale verdeutlicht wird. Beim Betreten des Schulgebäudes stehen Desinfektionsspender zur Verfügung. Nach jeder Doppelstunde sollen die Unterrichtsräume gelüftet und die Oberflächen desinfiziert werden.

Die Ellentalgymnasien empfehlen aus Sicherheitsgründen dringend, auch auf dem Weg bis ins Klassenzimmer den in Bus und Bahn vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz zu tragen. „Die Planungen und die Umsetzung der Maßnahmen in so kurzer Zeit waren eine immense Herausforderung für alle Beteiligten, die wir dank des beherzten Einsatzes vieler Kollegen gut stemmen konnten. Dies zeigt unsere außerordentliche Schulgemeinschaft, die als Team solche Aktionen schnell bewältigen kann“, so Lutz Kretschmer.

Dass der Unterricht nicht wie gewohnt ablaufen kann, ist dabei selbstverständlich. Für die Abiturienten bedeutet dies, dass sie nur zum Unterricht in ihren schriftlichen Prüfungsfächern kommen, um dort Fragen gemeinsam zu klären und für das Abitur zu üben. In der Jahrgangsstufe 1 (J1) findet an den Ellentalgymnasien dagegen Unterricht in einem größeren Umfang statt. Hier kommen die rund 130 Elftklässler in ihre fünfstündigen Kurse sowie in die Fächer Deutsch und Mathematik. „Die Planungen für die J1 waren durch die große Anzahl der Schüler kompliziert. Dennoch haben wir eine gute Lösung gefunden, indem wir die Kurse entweder auf verschiedene Räume aufteilen, die parallel durch die Lehrkraft des Kurses betreut werden können, oder einen wöchentlichen Wechsel in Teilgruppen vorsehen. Hohlstunden haben wir konsequent vermieden, um den Aufenthalt im Schulhaus möglichst kurz zu halten“, sagt Martin Schmidgall, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums II, der mit dem stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums I, Matthias Helmle, die Unterrichtsplanungen stemmt. Selbstverständlich muss beim Unterricht auf Gruppenarbeiten und alle anderen Unterrichtsformen verzichtet werden, bei denen die Abstands- und Hygieneregeln nicht beachtet werden können. „Ich bin mir sicher, dass die Lehrkräfte sehr gute Ideen haben, wie sie mit den Rahmenbedingungen arbeiten können“, ergänzt Matthias Helmle.

Damit Risikopatienten und Angehörige von Risikopatienten unter der Schülerschaft, die den Unterricht nicht besuchen dürfen, diesem dennoch folgen können, wird nach wie vor das bisherige E-Learning in der Kursstufe in angepasster Form fortgesetzt. Einige Lehrkräfte, die der Risikogruppe angehören, dürfen das Schulgebäude ebenfalls nicht betreten, sie führen ihren Unterricht wie in den letzten Wochen digital von zu Hause fort.

Der digitale Unterricht geht für alle anderen Klassenstufen weiter, entsprechend der Vorgaben des Kultusministeriums. „In den letzten Wochen hat sich im Bereich des digitalen Lernens und Unterrichtens viel an den Ellentalgymnasien bewegt, was wir kontinuierlich weiterentwickeln“, sagt Nicole Stockmann, Schulleiterin des Gymnasiums I. Beispielsweise werden gerade aus den Erfahrungen der letzten Wochen die Abläufe im E-Learning und bei den Videokonferenzen ausgewertet und in Form eines Leitfadens fixiert. Durch klare und einheitliche Abläufe sollen die Aufgabenerteilung und die Rückmeldung für die Schüler einfacher werden. „Besonders wichtig ist uns unsere soziale Verantwortung als Schule. Wir versuchen unbedingt die schwierige Situation in vielen Haushalten zu berücksichtigen. Oftmals fehlen ausreichend digitale Endgeräte oder eine stabile Internetleitung, besonders wenn die Eltern im Homeoffice sind. Auch tun sich viele Schüler mit zunehmender Dauer der Schulschließung sicher schwer mit der Selbstorganisation und dem E-Learning. Besonders diese Fälle haben wir im Blick und versuchen unser möglichstes, um die Familien als Schule zu unterstützen“, unterstreicht Stockmann.

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